Sonntag, 16. Januar 2011

Nachbetrachtung zu einem der Texte

Zu diesem Auftrag der heutigen Woche würde ich gerne das Gedicht von Artmann "Auf den Kuss als Trojaner-Pferd" eingehen. Ich habe nur dieses gewählt und nicht alle, weil dieses Gedicht mir sehr zusagt und ich diesen Vergleich raffiniert finde.
Die Idee dieses Gedichts ist der Vergleich Zwischen einem Kuss und Dem Pferd von Troja. Die Geschichte vom Trojanischen Pferd ist die in der Odysseus um den krieg zu beenden die Idee hatte ein enormes Holzpferd zu bauen und dann den Trojaner zu schenken als "Friedensgeschenk". Im Pferd waren jedoch Krieger versteckt die, nachdem das Pferd in der Stadt getragen wurde und es Nacht geworden war, die Tore den Mitstreiter öffneten und so Troja einnehmen konnten. Genau so ist Kuss im ersten Augenblick Etwas wunderschönes und wie das Gedicht auch sagt scheinst er im Mund gesüsst. Wenn der Kuss aber mal im Herzen ist wird man nicht mehr Ruhe finden bis man ihn vergessen hat.
Dieses Gedicht finde ich ein typisches aufklärerisches Gedicht, weil es auch wenn es sehr kurz ist, den Kuss genau beschreibt. Ausserdem vergleicht Artmann ein eher Intimes Thema "Der Kuss" mit einer Geschichte der Antike. In Der Aufklärung wurde oft auf die Antike zurückgegriffen, denn das Wissen aus der antike war schon sehr Fortgeschritten. Das sieht man zum Beispiel bei eufklärerische Malerei, Architektur und eben auch Gedichte.

1 Kommentar:

  1. Ich stimme dir zu, dass der Vergleich, welcher dem Gedicht zu Grunde liegt ein 'raffinierter ist'. Wenn es aber darum geht, das mit der Aufklärung in Verbindung zu bringen, so könnte einen das stutzig machen.

    In meinen Augen findet das 'Raffinierte', man könnte auch das 'Spielerische' sagen, nur schwer Platz darin. In dieser Hinsicht sind die Texte doch meist recht plump und stark auf ihre Wirkung hin organisiert (vgl. Fabeln von Lessing).

    Sicherlich kannst du einwenden, dass auch dieses Gedicht etwas beschreibt. Wir haben aber in der Stunde festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob ich die Frage 'Was ist das?' oder die Frage 'Wie ist das?' beantworte. Das Gedicht geht nur dem 'wie' nacht, nicht aber dem 'was'; wenn ich nichts von einem Kuss weiss, so erfahre ich nichts darüber.

    Dein Argument mit dem Rückgriff auf die Antike will ich nicht gelten lassen. Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass schon seit dem Mittelalter immer wieder verschiedene Aspekte der Antiken Kultur aufgegriffen wurden (vgl. z.B. die Renaissance).

    Ich bin mir sicher, auch aus den Gründen, welche ich in der Stunde ausgeführt habe, dass Artmann sich mit diesen Gedichten an den Barock, die Epoche vor der Aufklärung, anleht.

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